1980 - 2001

1980 / 1981 Die erfolgreiche Ära im Verein begann im Jahre 1980. Da errang die 1. Mannschaft in der Kreisliga A unter dem damaligen Trainer Karl-Heinz Harrer die Meisterschaft und schaffte dieses Kunststück ein Jahr später auch in der Bezirksliga. Zwei Meisterschaften hintereinander sowie den Bezirkspokalsieg zu erringen, das dürfte noch nicht vielen Vereinen gelungen sein.................................................. "Bravo SV Hirrlingen" - "Unwiderstehlicher Durchmarsch der Hirrlinger".... ................... ... diese und ähnliche Schlagzeilen waren an der Tagesordnung in sämtlichen Presseberichten der Region. Es waren schon begeisternde Jahre, die der Verein mit Trainer Karl-Heinz Harrer erleben durfte. Zuerst der Aufstieg in der Saison 1980(81 von der Kreisliga A in die Bezirksliga. Das Meisterstück machte die Mannschaft ausgerechnet beim Lokalrivalen Frommenhausen mit einem 8 : 1 Kantersieg. Dann der legendäre Durchmarsch in die Landesliga eine Saison später. Duplizität der Ereignisse: Wieder war das entscheidende Match bei einem Lokalrivalen - diesmal mit einem überzeugenden 3 : 0 Sieg beim FA Rottenburg. Bei beiden Bildern, in Frommenhausen und Rottenburg, erkennt man die echte Freude bei Spielern, Funktionären und Fans! ............................................... Am 06.04.1981 starb nach einem erfüllten Leben unser Ehrenvorstand Karl Baur. Seine langjährige Tätigkeit für den SVH ist für uns Beispiel und Ansporn in seinem Sinne für den SVH weiter zu arbeiten .

1982 Zum ersten mal besuchte der SV Hirrlingen die Partnergemeinde Hajos und bestritt in Ungarn 5 Fußballspiele, u.a. gegen den damaligen ungarischen Pokalsieger und Rekordmeister Ferencvaros Budapest. Das Spiel, das vor 4000 Zuschauern stattfand, ging nur knapp mit 1 : 2 Toren verloren. Unser Foto zeigt beide Mannschaften auf dem Hajoser Fußballgelände. ................................

1982 - 1989 In dieser Zeit spielte die 1. Mannschaft des SV Hirrlingen in der Landesliga Staffel III und sorgte für manche positive Überraschung. Folgende Plazierungen wurden erreicht:
1982/83 9. Platz von 19 Mannschaften mit 56 : 58 Toren, 38 : 34 Punkten.
Meister wurde der TSV Pliezhausen. In dieser Runde schoß Martin Zug 42 Tore. Dieser Rekord für alle 4 Landesligen hat heute noch Gültigkeit. Trainer war Wolfgang Haug.
Am 24.07.1983 gastierte in Hirrlingen der damalige amtierende ungarische Meister Raba ETO Györ. Die Magyaren erwiesen sich als wahre Ballzauberer und fegten unsere Mannschaft mit 11 : 3 Toren vom Platz. Für die über tausend Zuschauer war dieses Spiel ein wahrer Augenschmaus. ..........................................

1983/84 4. Platz mit 55 : 29 Tore, 44 : 24 Punkten.
Meister wurde der SV Böblingen. Die ersten fünf Mannschaften nach Ende der Runde waren:
1. SV Böblingen 53 : 15 Punkte
2. Vfl Pfullingen 52 : 16 Punkte
3. Vfl Sindelfingen 46 : 22 Punkte
4. SV Hirrlingen 44 : 24 Punkte
5. SV Tübingen 38 : 30 Punkte
Wir hatten uns bei den "Großen" Respekt verschafft und einen guten Namen im weiten Umkreis. Außerdem waren wir die erfolgreichste Mannschaft der Rückrunde. Es war Wolfgang Haugs letzte Runde als Spielertrainer.

1984 In diesem Jahr erfolgte der Gegenbesuch der Hajoser Freunde. Aus Anlaß des Eichenbergpokalturniers, das in Hemmendorf stattfand, wurde bei der Nachbargemeinde ein Festspiel durchgeführt, das mit einem 4 : 2 Sieg für Hirrlingen endete. ......................................
1983/84 belegte der SV Hirrlingen den 8. Tabellenplatz mit 72 : 49 Toren und 35 : 33 Punkten. Meister wurde der Vfl Sindelfingen. Im gleichen Jahr wurden wir zum 10. Mal Sieger des Eichenbergpokalturniers und gewannen das 5.000,-- DM-Turnier des TV Belsen, an dem die acht besten Mannschaften des Bezirks Alb und Zollern teilnahmen. Unvergessen dabei das 1 : 0 Siegtor von Bernie Roth im Endspiel gegen den TSV Ofterdingen. Nicht zu vergessen sei der 4 : 1 Sieg beim späteren Meister der Verbandsliga SSV Reutlingen, im WFV-Pokal, wobei wir unter den letzten 16 Mannschaften waren und erst in Schwäbisch Gmünd gestoppt wurden. Trainer war Hubert Rammler.
1985/86 5. Platz mit 58 : 43 Toren und 38 : 30 Punkten. Meister wurde der Vfl Nagold mit 57 : 11 Punkten. Die Nagolder, die im Jahr zuvor gegen uns mit 0 : 9 Toren die höchste Heimniederlage ihrer Vereinsgeschichte hinnehmen mußten, was gleichzeitig der höchste Auswärtssieg in der Landesliga war (und noch ist), gewannen im Dezember das vorentscheidende Spiel gegen uns mit 1 : 0 und ließen sich von da an nicht mehr aufhalten. Bis zu diesem Spiel lagen wir um 4 Punkte hinter dem späteren Meister. Hubert Rammler verabschiedete sich nach dieser Runde in Richtung Ecuador und wurde von Michael Höfig ersetzt.
Am 28. Januar 1987 begleiteten wir unseren ehemaligen Vorstand und Kassier, Julius Deibler, der viele Jahre dem Verein diente, auf seinem letzten Weg ans Grab. Obwohl durch einen Armverlust behindert, setzte er seine ganze Kraft für den SVH ein. ......................................
Der bisherige sportliche Höhepunkt in Hirrlingen war das Gastspiel des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach am 14.07.1987. Dieses Spiel war eine Gemeinschaftsveranstaltung der 6 Eichenbergvereine und fand vor 4.500 Zuschauern statt. Es war das Abschiedsspiel von Bernie Roth, der als Kapitän eine Landesligaauswahl aufs Feld führte und seinen Gegenspieler Uwe Rahn fast zur Bedeutungslosigkeit verdammte. ......................................................................

1986/87 5. Platz mit 61 : 48 Toren und 41 : 27 Punkten. Meister wurde der Vfl Pfullingen. In dieser Saison blieb der SV Hirrlingen als einzige Mannschaft zuhause unbesiegt, gewann das Hallenturnier des SV Tübingen und war erstmals seit dem Aufstieg 1982 in seinem 153. Spiel in der Landesliga am 23.11. Tabellenführer dieser Liga.
1987/88 8. Platz (wieder 19 Mannschaften) mit 57 : 48 Toren und 39 : 33 Punkten. Meister wurde der Vfl Herrenberg. Die Herrenberger verloren während der Saison nur 2 Spiele, eines in Epfendorf und das andere zuhause gegen, na!... den SV Hirrlingen. Die Saison begann mit einem 2 : 1 Sieg im WFV-Pokal beim VfB Friedrichshafen und endete mit einem 2 : 1 Sieg in Gültstein. Michael Höfig hörte als Spielertrainer auf. Ihn zog es ebenso seinen Vorgänger als Lehrer nach Ecuador.
1988/89 Abstieg. Meister wurde der TSV Ofterdingen. Nachdem in den Jahren zuvor immer einstellige Tabellenplätze errungen wurden, kam dieser Fall doch etwas überraschend. Die Runde stand aber schon von Beginn an unter keinem guten Zeichen, denn schon in der Vorbereitung verletzte sich Stammtorhüter Wolfgang Kurz so schwer, dass er monatelang ausfiel und erst in den letzten Spielen wieder eingreifen konnte. Zum 1. Mal in der Vereinsgeschichte trennte sich der SV Hirrlingen vorzeitig von einem Trainer, der glücklose Wolfgang Schneck wurde von Wolfgang Kurz abgelöst, der aber den verfahrenen Karren auch nicht mehr Dreck ziehen konnte.
1989/90 In dieser Saison wurde, wie bereits erwähnt, zum 2. Mal die Meisterschaft in der Bezirksliga errungen. Vor der Saison wußte niemand so recht, wo man steht, da 4 Stammspieler ersetzt werden mußte. Ein Platz im vorderen Mittelfeld war das erklärte Ziel. Trainer Dietmar Schneider stellte die Mannschaft optimal in jedem Spiel ein, trimmte die Spieler fit wie selten zuvor und so war man von Anfang an in der Spitze dabei. Nach einem Drittel der Runde zeichnete sich ein Dreikampf um die Meisterschaft zwischen Tübingen, Rottenburg und Hirrlingen ab, der später ein Zweikampf zwischen dem SV Tübingen und uns wurde. Die Vorentscheidung fiel im Spiel gegeneinander, das der SV Hirrlingen vor 700 Zuschauern durch seine Tore seine "altstars" Franz Hurm und Martin Zug mit 2 : 1 gewann. Am Ende der Saison waren beide Mannschaften punktgleich mit 54 : 14 Punkten, der SV Hirrlingen hatte aber das um 7 Tore bessere Torverhältnis und so die Nase vorn. Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, da Hirrlingen nur als Außenseiter galt und alle Experten eines besseren belehrte.
10.06.1990 Spiel in Holzelfingen Was da ablief, stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten. 400 treue Hirrlinger Anhänger begleiteten unsere Mannschaft auf die Alb und peitschten die Spieler zum Sieg. Mit einem Sonderbus und zig Privatwagen ging es im Konvoi zurück nach Hirrlingen, wo der Musikverein bereits wartete und die Spieler mit ihrem Erfolgstrainer Dietmar Schneider und allen Fans spielend durch den Ort führte. Ein unvergeßliches Erlebnis für alle Beteiligten. ....................................
1993 folgte nach insgesamt zehnjähriger Landesligazugehörigkeit der Abstieg aus der Landesliga unter Trainer Rainer Wilfeld, der nach dieser Saison den Verein auch verließ. Die erfolgreiche Generation trat nach und nach ab. Der neue Trainer Josef Saile, der erfolgreichste Hirrlinger Fußballer, ehemaliger Profi der Stuttgarter Kickers, musste in der Bezirksliga mit den noch verbliebenen Landesliga-Kickern, einigen Nachwuchskräften und Neuzugängen den Neuaufbau einleiten. Vorrangiges Ziel war erst einmal die Etablierung in der neuen Liga, was mit dem zehnten Platz
1994 auch gelang.Josef Saile stieg nach nur einer Saison aus, ihm folgte der weithin unbekannte Student Dietmar Schnelle aus Radebruch. Mit einem Mini-Kader von etwa 15 Spielern schaffte die Mannschaft
1995 völlig überraschend einen fünften Platz. Und das bei einem Torverhältnis von 34:44 (!!), was sogar der "BILD"-Zeitung eine kleine Schlagzeile wert war. Nicht wenig dazu beigetragen hat die schon legendäre 0:11-Pleite beim späteren Meister TSV Eningen. Torhüter war damals der langjährige Ofterdinger Keeper Jürgen Uhl. Da der junge Schnelle nicht so rechte Bindung zum Team fand, suchte der HSV wieder nach einem neuen Spielertrainer. Rolf Dietter, Verbandsliga-Spieler des TSV Ofterdingen, nahm sich der Aufgabe an. Als Libero und Trainer formte Dietter eine Mannschaft, die sich in den kommenden Jahren in der Spitzengruppe der Bezirksliga etablierte. Bereits in seiner ersten Saison landete Dietter mit den Hirrlingern
1996 auf dem dritten Tabellenplatz.
1997 wurde das Team immerhin Fünfter. Ein Jahr später feierte der HSV gar die Vizemeisterschaft, wenn auch recht deutlich hinter dem Meister TB Kirchentellinsfurt. Daniel Ulmer wurde Bezirksliga-Torschützenkönig. In seiner vierten und bisher letzten Saison in Hirrlingen belegte Dietter mit dem HSV
1999 den sechsten Platz. Mit dem langjährigen Spielertrainer verließen mehrere Leistungsträger wie Ulmer oder Andy Biesinger den Verein. So stand der ehemalige HSV-Torjäger Matthias Zug, der sich von nun an um die Geschicke der 1.Mannschaft kümmerte, wieder vor einem Neuaufbau. Und schaffte mit dem Team im Jahre
2000 sensationell den fünften Tabellenplatz.
2001 wiederholte die Mannschaft diesen Erfolg nicht, schaffte mit dem zwölften Platz aber immer noch den Nichtabstieg.

SV Hirrlingen 1930 e.V.

Tel: 07478/1545
Wilhelmstraße
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